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Global State of Art

Global State of Art: Theater für sozialen Wandel ist eine Initiative mit der Zielsetzung, Theater als ein Mittel zur Erreichung eines globalen sozialen Wandels einzusetzen. Der Fokus liegt auf des Technik des "Theaters der Unterdrückten"

Podiumsdiskussion “Art for Social Change”


Am Dienstag 24.5.2011 fand  im Museumssaal des WUK die Podiumsiskussion “Art for Social Change” (in englischer Sprache) statt. Die Veranstaltung war Teil des EU-Projekts Global State of Art, in dem VIDC Partner der slowenischen entwicklungspolitischen Organisation EKVILIB ist.

Birgit Fritz, Gründerin des Theaters der Unterdrückten (TdU) in Wien moderierte die Diskussion, in der das Thema aus unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchtet wurde.

Aus akademischer Sicht hatte Anna Schoeppe (Uni Wien/Internationale Entwicklung) in ihrer Diplomarbeit Theater und Entwicklungszusammenarbeit
- Katalysator sozialen Wandels?
(Schoeppe, 2011) an Hand von Beispielen wie Brecht, Boal, Wa Thiong’o und Schlingensief untersucht, inwieweit Theater ein Katalysator sozialen Wandels sein kann und ob und wie dieser in der Entwicklungszusammenarbeit zum Tragen kommt.

Vera Rebl von danceability erzählte von der positiven Wirkung des von ihr geleiteten Tanzprojekts auf seine TeilnehmerInnen.  Es führe in vielen Fällen zu veränderter Selbstwahrnehmung und  sozialer Integration von Menschen, die auf Grund einer Behinderung oft von gesellschaftlicher Teilhabe ausgeschlossen gewesen seien.

Von Empowerment und Selbstermächtigung sprach auch Samantha, Mitglied der Tanz/Theatergruppe Intombi Zomqangala aus Simbabwe, deren Ziel es ist, Mädchen und junge Frauen über eine Professionalisierung im Bereich Tanz, Gesang und Theater einerseits zu stärken, andererseits aber auch durch das Thematisieren von  Themen wie Gewalt an Frauen oder sexuellem Missbrauch zu einer veränderten öffentlichen Wahrnehmung beizutragen.

Auch aus dem Publikum, das aus mehr als 40 internationalen StudentInnen und Tanz/Theaterinteressierten bestand, kamen interessante Fragen, Wortmeldungen und Kommentare. Die Diskutantinnen waren sich jedoch mit der Moderatorin einig, dass weder Theorien noch Projekte allein ausreichen, um zu einer wirklichen gesellschaftlichen Veränderung zu führen. Die Schlussfolgerung der Diskussion war, dass ohne die Schaffung geeigneter Rahmenbedingungen auf politischer Ebene keine nachhaltige Wirkung zu erreichen ist.